Unterricht im Schlafanzug?
Auf den ersten Blick könnte man meinen, dass die Schüler der 7. Klassenstufe (Schuljahr 08/09) vergessen haben sich nach dem Aufstehen umzuziehen. Ebenfalls könnte vermutet werden, dass die Badebekleidung der Schwimmgeschwindigkeit angepasst wurde.
Natürlich ist das nicht der Fall, ganz im Gegenteil, es stand Pyjama-Schwimmen auf dem Stundenplan.
Als kleines „Schmankerl“ (ich hätte es „Belohnung“ genannt, dann jedoch wurde ich als Nicht-Älbler von meinen Schülern eines Besseren belehrt) durften die Schüler ihre Badehosen gegen Schlafanzüge eintauschen.
Die erste Hürde, die es zu bewältigen gab, war ein ausgiebiger Lach- und Kicheranfall, der sowohl von den Pyjama-Schwimmern als auch den anderen Mitschülern im Hallenbad ausging. Dann ging es aber auch schon ins Wasser.
Im flachen Bereich konnten sich alle ausgiebig an das ungewohnte Gefühl der enormen Trägheit gewöhnen. Nachdem dann verschiedene Tauch- und Schwimmspiele durchgeführt wurden, wollten die Schüler hoch hinaus - es ging wahlweise auf den Startblock, das ein Meter Brett oder für ganz mutige auf das drei Meter Brett. Ab diesem Moment wurde die Schwimmhalle mit lauten *plaatsch* und *klaaatsch* Geräuschen gefüllt. Besonders viel Spass hatten die Schüler an den sonst so schmerzhaften Bauchplatschern. Ebenfalls hitverdächtig waren Sprünge bei denen das Oberteil, welches mittlerweile XXL Maße angenommen hatte, mit so viel Luft wie möglich gefüllt wurde und beim Eintauchen in das Wasser eine riesige Luftblase bildete.
Edele