Mit diesem Text gewannen Schüler der Klasse 5 beim Schreibwettbewerb der Osianderschen Buchhandlung - herzlichen Glückwunsch zum ersten Platz!

Ninas Strümpfe

Nina hatte Geburtstag. Oma schenkte ihr mal wieder langweilige Strümpfe. Sie waren rot-weiß gestreift. Oma sagte: „Pass gut darauf auf Kindchen. Sie werden dir helfen.“ Nina wunderte sich sehr. „Ach Omichen, langsam wirst du wirklich alt “, dachte Nina.

Am nächsten Tag war Oma nicht am Frühstückstisch, wie sonst immer. Nina war erschrocken. Mama hatte ein trauriges Gesicht. Sie erklärte ihr, dass Oma heute Nacht gestorben war. Nina musste komischerweise nicht weinen. Sie zog die Strümpfe an, weil sie so gut nach Oma dufteten. Sie ging nach draußen an den kleinen See am Dorfende. Sie wünschte: „Ach, wenn doch nur morgen keine Schule wäre und ich in Mathe endlich mal wieder unter einer 4- schreiben würde.“ Als Nina nach Hause kam, überraschte Mutter sie mit der Nachricht, dass morgen keine Schule sei. Nina freute sich, aber sie wurde auch nachdenklich. Der Wunsch...er ging in Erfüllung.

Sie ging wieder nach draußen und wünschte, sie könnte fliegen. Nina glaubte nicht wirklich daran, dass es klappte. Aber auf einmal nahm sie einen Riesenanlauf, immer höher und plötzlich hob sie ab. Sie wusste nicht, was mit ihr geschah, doch sie flog immer höher und höher, bis sie über den Wolken war. Doch auf einer kuscheligen, weichen Wolke lag ihre Oma. Nina konnte es nicht glauben. Sie war voller Freude ihre Oma wiederzusehen. Aber doch irgendwie erschrocken, sodass sie die Freude nicht zeigen konnte. Oma sprach: 

„Oh Kind, du hast mich gefunden! Es waren die Strümpfe, die dich hierher zu mir hergebracht haben. Es sind nämlich `Zauberstrümpfe`!“ „Oh Oma, ich bin so glücklich dich wiederzusehen!“, rief Nina fröhlich.

Da flog sie sanft wieder hinab auf die Erde. Und Nina besuchte ihre Oma jeden Tag im Himmel auf den Wolken. Und in der nächsten Mathearbeit hatte sie eine 1-2.