Klasse 6a, Unterrichtsreihe zur „Fabel“, Mai-Juni 2007
„Wir schreiben selbst eine Fabel“
„Wir schreiben selbst eine Fabel“
Das Rennen
Eines Tages fanden ein listiger Fuchs und ein mächtiger Wolf einen toten Hasen. Sie stritten sich, wer ihn fressen dürfe. Der Wolf sagte: „Ich bin viel kräftiger als du!“ Der Fuchs sagte: „Ich bin viel schneller als du!“ Und so ging das nun die ganze Zeit und plötzlich kam der Wolf auf eine Idee: „Du sagtest, du bist viel schneller als ich.“ „Ja, das stimmt auch!“, sagte der Fuchs. Und nun kam es zu einem Rennen: links der Fuchs und rechts der Wolf. Sie hatten ausgemacht, dass sie bis zu einem Baum laufen, der circa 300 Meter entfernt war. Nun ging es los:
Sofort rannte der Wolf los und achtete überhaupt nicht auf den Fuchs. Der Wolf sagte: „Haha, ich bin viel, viel schneller als du!“ Doch der Fuchs sagte nichts. Er konzentrierte sich nur. Plötzlich holte er auf und kam immer näher und näher und gewann das Rennen. (Wer das Rennen gewinnt, der bekommt ja den toten Hasen.) Nun lachte der Fuchs sehr, weil er das Rennen gewonnen hatte. Der Wolf wurde so sauer, dass er den Fuchs angriff und ihn töten wollte, aber der Fuchs war auf der Hut und sagte zum Wolf: „Ich weiß was: wir teilen uns einfach den Hasen.“ Der Wolf war glücklich darüber und so wurden sie Freunde und aßen beide zusammen den Hasen auf.
Lehre der Fabel: Wer zuletzt lacht, lacht am besten! Bedeutung der Lehre: Wenn man ein Rennen gegeneinander läuft und der andere lacht, weil er vorne ist und denkt, er gewinnt: Gib nie auf!!! – so wie es der Fuchs gemacht hat! Weil – wenn du gewinnst, hast du was zu lachen, deswegen heißt es auch: „Wer zuletzt lacht, lacht am besten!“
Lukas
Der verzweifelte Löwe und die Maus
An einem warmen Sommertag trafen sich Löwe und Maus auf einer Wiese. Die Maus war glücklich, doch als sie den Löwen sah, änderte sich ihre Laune. Der Löwe lag dort in einem Netz und konnte sich nicht befreien. „Oh, liebe Maus, kannst du mir nicht helfen? Mich hat man gefangen und ich komme nicht mehr alleine heraus.“ Die Maus aber – so schlau wie sie war – sagte: „Oh nein, ich werde doch meinem größten Feind aller Zeiten nicht aus der Patsche helfen. Nachher bekomm ich als Dankeschön meinen Tod.“ Der Löwe aber war so verzweifelt, dass er sagte: „Ich verspreche dir, dass ich dich nicht töte und verspeise sondern dir auch in einer schwierigen Situation helfe.“ „Also gut“, sagte sie, „aber wehe, du hältst das Versprechen nicht, dann dann...“. „Ja?“, sagte der Löwe. „Ach nichts“, sagte die Maus. Sie machte sich schon an die Arbeit das Netz aufzuknabbern. Da erschrak der Löwe: „Du hast mich gekitzelt, soll ich da noch ruhig bleiben?“ „Nein, natürlich nicht.“ Nach und nach wurde das Netz offen und der Löwe konnte sich befreien. „Danke, das hätte ich dir nicht zugetraut. Ich wusste zwar, dass du so klein und frech bist, aber dass du so einem großen Tier wie mir in der Not helfen kannst...“ Der Löwe war froh, dass die Maus ihm helfen konnte.
Lehre: Die wahren Freunde erkennt man erst in der Not.
Alexandra.
Ein wahrer Freund
Eines Tages wollte eine Maus eine Wanderung machen. Sie wollte aber einen Partner zum Wandern mitnehmen, einen Freund. Doch dann fiel ihr ein, dass sie gar keinen Freund hatte. Also machte sie sich auf die Suche nach einem Freund. Ein Fuchs und ein Löwe nahmen die Freundschaft an. Also machten Sie sich bereit für die Wanderung.
Nach einer Weile konnte die Maus nicht mehr laufen, sie hatte zu viel Gepäck. Der Fuchs nahm es ihr freundlicherweise ab. Der Löwe aber blieb stumm und lief weiter, ihm war es peinlich so einen kleinen schwachen Freund zu haben. Die Maus wollte den Löwen ansprechen, aber dann dachte sie: „Ich sprech’ ihn lieber nicht an, er sieht beschäftigt aus!“
Als die Sonne untergegangen war, durfte die Maus im Fell des Fuchses schlafen. Der Löwe aber blieb hart und baute sich etwas entfernt ein Lager. als die Maus aufwachte, hatte der Fuchs schon etwas zu essen besorgt. Es konnte weitergehen. Jetzt mussten sie das gruseligste Gebiet der Erde überqueren. Sie sahen einen Wegweiser auf dem Strand: SLEEPY-HOLLOW. Der Löwe schluckte: Das war der einzige Ort, vor dem der Löwe Angst hatte. Die Maus wollte sich auf dem Fuchs verstecken, aber der Fuchs lehnte ab. Der Löwe sagte: „Komm her!“, und trug sie auf dem Rücken. Die Maus fühlte sich sicherer und dachte: „Er mag mich doch!“ (Freu).
Sie sahen schon das Ausgangstor an der Klippe. Plötzlich sprangen drei Hyänen aus dem Gebüsch. Der Fuchs sagte: „Hallo Freunde, ich habe euch erwartet, schnappt euch die Maus!“ Der Löwe sprang auf und sagte: „Nicht mit mir, lasst meinen Freund in Ruhe!“ Der Löwe packte sich die erste Hyäne und schmiss sie die Klippe hinunter. In der Zeit packte sich die andere Hyäne die Maus. Die Maus konnte sich gerade festhalten, bevor die Hyäne sie runtergeschmissen hätte. Der Löwe schnappte sie sich. „Fuchs, du Verräter!“, brüllte der Löwe, doch der Fuchs war schon weg. Die Maus freute sich und wusste nun, was ein richtiger Freund ist.
Plötzlich sprang der Fuchs aus dem Gebüsch auf die Maus zu, doch der Löwe sprang dazwischen und der Fuchs und der Löwe stürzten die Klippe hinunter. Die Maus bekam Tränen und dachte: „Er ist mit Ehre gestorben, er hat sich für mich geopfert.“ Die Maus ging nun wieder heim mit dem Gedanken, dass ihr Freund immer noch bei ihr war.
Lehre: Die wahren Freunde erkenn man oft erst in der Not.
Dominik.
Die Messung
Ein Igel und ein Fuchs wollten sich messen. Der Fuchs lachte über den Igel, weil er klein und schwach war. sie gingen zu einem Löwen und fragten ihn, ob er sie testen wollte. Er stimmte zu, aber er wollte den Fuchs zuerst testen. Der Kampf dauerte nur zwei Minuten. Der Löwe brach dem Fuchs mit einem Biss das Genick. Dann kam der Igel dran. Als der Löwe gerade zubeißen wollte, rollte sich der Igel zusammen. Dadurch biss der Löwe nur in die Stacheln. Er sah aus wie ein gepiercter Löwe. am Abend half der Igel beim Stacheln-Herausziehen.
Lehre: Wer zuletzt lacht, lacht am besten!
Robin (mit Jan-Aaron, Dominik, Helena).
Die schlaue Maus
An einem Tag sah der Fuchs eine Maus, die ihn beleidigt hatte. Da wollte er sich rächen. Der Fuchs ging auf die Jagd. Zufällig traf er diese Maus, die bettelte: „Bitte, Fuchs, verschone mich, wenn du es nicht tust, dann wirst du es bereuen.“ Der Fuchs lachte nur und fing sie. Er ließ sie am Weg liegen und wartete bis eine Eule kam. Am nächsten Tag ging der Fuchs wieder auf die Jagd. Er sah wieder die gleiche Maus. Er dachte sich: „Wie hat sie das nur überlebt?“ Er fing sie, ohne dass sie etwas sagte. Plötzlich meinte sie: „Werf mich einfach ins Wasser, dann hast du deine Ruhe!“ Der Fuchs machte es auch, doch plötzlich kam die Eule von hinten und schubste ihn auch hinein. Da aber der Fuchs nicht schwimmen konnte, ertrank er. Da die Maus aber schwimmen konnte, überlebte sie. Ja, da lachten die Maus und die Eule. Sie waren Freunde. „Wer zuletzt lacht, lacht am besten!“
Jessica (mit Joel, Sophia, Denise, Dominik).
Fabel über Fuchs, Gans und Löwe
Eines Tages kam eine Gans zu einem Bach um zu trinken. Schon seit einer ganzen Zeit lauerte ein Fuchs auf sie. Aber die Gans hatte, seit sie lebt, einen besten Freund und der beschützt sie immer, sowie sie ihn. Als nun der Fuchs angriff, kam sofort der Löwe und warnte ihn, er solle sich was anderes zum Fressen suchen! Ohne Erfolg ging der Fuchs zurück in den Wald. Er sagte, dass er irgendwann wiederkommen werde. Plötzlich hatte der Löwe eine Idee: Sie suchten und fanden einen Bauernhof. Der Bauer dort nähte aus Lust und Laune Waldgänse. Deswegen klauten die beiden in der Nacht davon eine. Die legten sie dann in den Bach. Als der listige Fuchs später wieder angreifen wolle, stürzte er sich auf die Ente (also die unechte). So wurde er platschnass, floh und kam nie wieder.
Ergebnis: Der Löwe und die Gans waren todglücklich und gewannen.
Lehre: Wer andern eine Grube gräbt, fällt selbst hinein.
Lukas (mit Alice, Julia, Valeria).
Stier und Fuchs
Ein Stier und ein Fuchs trafen sich an einem wolkigen Morgen auf einer Weide mit Wassergraben. Der Stier meinte, er sei etwa Besseres und brüllte zum Fuchs: „Du Kleiner kommst sowieso nicht über den Wassergraben!“ Der Fuchs aber war überzeugt davon, dass er es über den Wassergraben schaffe, so brüllte er zurück: „Wollen wir wetten?“ Der Stier lachte und sagte: „OK.“ Der Fuchs nahm Anlauf und schaffte es tatsächlich über den Graben. Der Stier nahm daraufhin ebenfalls Anlauf, doch kurz vor dem Wassergraben rutschte er aus. Der Fuchs lachte und freute sich über seinen Sieg, so sagte er: „Siehst du!“
Lehre: Wer zuletzt lacht, lacht am besten.
Melanie (mit Dennis, Manuel, Ilona).
Stier und Waschbär
Ein Stier stand hochnäsig auf einem Feld mit vielen Fallen. Ein Waschbär kam angerannt. Der Stier lachte ihn aus, weil er klein, schwach und abgemagert war. Hinter den Fallen lag ein Stück Fleisch, der Waschbär flitzte durch die Fallen. Der Stier dachte: „Das kann ich auch!“ Er wetzte wie wild durch die Fallen, aber er trat in eine hinein und der Waschbär lachte ihn aus. Danach fraß er das Stück Fleisch auf.
Wer zuletzt lacht, lacht am besten.
Stefan (mit Annette, Julia).