Klasse 9b auf den Spuren Hermann Hesses


Wisst ihr überhaupt wer Hermann Hesse war und was er getan hat?
Nein? Wir am Anfang auch nicht!
So fingen wir an seine schwere Kindheit und Jugend zu erkunden.




Um mehrere Information über ihn zu erhalten, lasen wir seinen Roman „Unterm Rad“ aus dem Jahr 1906, der viele autobiografische Bezüge aufweist. Hesse überträgt darin seine persönlichen Eigenschaften und Probleme während der Pubertät auf die Hauptfigur Hans Giebenrath und dessen Freund Hermann Heilner . Hans Giebenrath lebt alleine mit seinem Vater in einem kleinen „Schwarzwaldnest“. Hans lernt Heilner als Vierzehnjähriger während ihrem gemeinsamen Internatsaufenthalt am theologischen Seminar im Kloster Maulbronn kennen. Ersterer, ein ehrgeiziger und strebsamer Außenseiter und später stark depressiver Jugendlicher wird als Kind stets von seinen Mitmenschen geachtet. Er ist ein kluges Köpfchen und wird deswegen auch viel gefördert. So wird er vom Stadtpfarrer in Hebräisch, Lateinisch und Griechisch gelehrt und außerhalb seiner Schulzeit noch durch seinen Rektor und einem Professor unterrichtet und besteht das Landexamen als Aufnahmeprüfung für das Seminar als Zweitbester.
Während des Seminaraufenthalts verändert sich Hans´ Charakter und Persönlichkeit, durch die enge Freundschaft mit dem „Wildling“ Heilner stark. Dadurch verändert er sich vom tüchtigen, klugen Buben zu einem Jugendlichen, der sich nichts mehr vorschreiben lässt und sein Leben selber bestimmen will. Er wird anders als die anderen, muss wie Heilner das Seminar verlassen und kommt nach seiner Rückkehr in den Heimatort auf tragische Weise um sein Leben, indem er nach einer Zechtour im Fluss ertrinkt.

Unsere Vorstellung darüber, wie das Kloster wohl aussieht und wie das Leben Hesses dort wohl war, konnten wir nun bei einer Exkursion nach Maulbronn am17.6. 2008 zusammen mit unseren Lehrern Frau Kalbfell und Herr Tress in der Wirklichkeit überprüfen. Dort konnten wir auch sein Leben als Seminarist erkunden. Außerdem erkannten wir markante Dinge aus dem Buch wieder, wie zum Beispiel den Brunnen und den Kreuzgang.

Wir erfuhren, wie die Mönche in dem früheren Zisterzienserkloster lebten und erkundeten mit der Führerin das Kloster. Dabei konnten wir aber die Stube Hellas nicht betreten, in der Hans im Buch und Hermann Hesse gehaust hatten, da das Seminar heute noch von Schülern besucht wird.

Anschließend besuchten wir die Hessestadt Calw, in der Hermann Hesse 1877 geboren und aufgewachsen ist. Im Buch wird kein Ortsname genannt, außer „Schwarzwaldnest“, wir vermuteten, dass Hesse damit seine Geburtstadt Calw meinte und  machten uns auf Spurensuche: der Fluss Nagold, die Stadtkirche, der Badeplatz, die Nikolauskapelle.... Weitere Informationen über ihn konnten wir im  Hessemuseum erhalten.
Auf eigene Faust konnten wir danach die schöne Hessestadt erkunden.
Wir nahmen viele Eindrücke mit nach Hause und waren über unseren Trip zufrieden. :)